Tutorial: Steintextur

Hier mal ein „auf-die-Schnelle“-Tutorial zur Erstellung einer Felsentextur, sei es zum einfügen in eine Grafik, zur Weiterverarbeitung oder einfach nur um mal den Rendering-Filter kennenzulernen…

1. Ein neues Dokument (ich habe mal wieder 800x800px genommen) wird erstellt. Dann wählen wir die Farben aus. Ich habe als Vordergrundfarbe #1D1C1C und als Hintergrundfarbe #6B644C gewählt.

Nun benutzen wir den Rendering-Filter „Wolken“.

Jetzt gehen wir in die Kanal-Ansicht (neben der Ebenen-Pallette) und erstellen einen neuen Kanal und wenden darauf den Rendering-Filter „Differenz-Wolken“ an.

Am besten fügen wir außerdem noch ein wenig Störungen hinzu, d.h. den „Störungsfilter“ -> „Störungen hinzufügen“ mit den Einstellungen auf Stärke 4-5%, Gaußsche Normalverteilung und Monochrom (ist default), OK.
Die Störungen verblassen wir ein wenig mit der entsprechenden Option unter „Bearbeiten“ -> „Verblassen…“ oder einfach mit STRG+SHIFT+F um ca. 50%.

Jetzt wenden wir den „Rendering-Filter“ Differenz-Wolken auf den Kanal an. Und zwar so oft, bis wir eine relativ gleichmässige Verteilung der Kontraste haben.

Wem am Ende die Steintextur zu flach ist, der kann mit dem Differenz-Wolken im Kanal herumspielen um seine ideale „Reliefstruktur“ zu erzeugen.

Der erzeugte Kanal dient als Informationsquelle für den Filter, den wir nun benutzen.

D.h. wir klicken nun wieder auf die Ebenenpalette und wählen unsere in Schritt 1 erzeugte Wolken-Ebene aus.
Dann nehmen wir uns den „Rendering-Filter“ „Beleuchtungseffekte“ vor.

Ein 2-Uhr-Spot sollte genügen. Dem geben wir nun die Einstellungen, woebi wir die Farbfelder vorher anklicken und beiden die Farbe weiß geben:

  • Lichtart: Spot
  • Intensität: 60
  • Fokus: 70
  • Glanz: -100
  • Material: 50
  • Belicht.: -10
  • Umgebung: 5
  • Relief Kanal (der, den wir erstellt haben in Schritt 2 u. 3): Alpha1
  • Höhe: auf maximum
  • …und ziehen den Lichtkegel möglichst rund über das gesamte Bild (siehe links) und klicken OK.

Tja. So. Da haben wir eine relativ hübsche Steintextur und mussten nicht ein einziges Mal einen Pinsel schwingen. Man kann noch ein wenig Kontrast/Helligkeit einstellen…

Die Textur könnte man nun zurecht-schneiden und auf eine Steinform legen und da dann die Kanten schattieren um das ein wenig 3D-mäßig wirken zu lassen, oder wir schmeissen die Textur auf eine Felswand und tranformieren sie perspektivisch.

Wie dem auch sei, eine Textur ist zwar ganz praktisch, braucht man jedoch nicht unbedingt bei der Komposition eines schönen Bilds, da man da eher aufs simple „malen“ zurückgreift…

Wenn wir hellblau und weiß-gelb als Ausgangsfarben benutzt hätten, dann würden wir jetzt aus der direkten Vogelperspektive auf ein Meer hinabsehen, sofern der Differenz-Wolken Filter nicht zu aggressiv eingesetzt wurde 😀


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