Klimaschutz

Ungefähr mit diesen Worten könnte man heutzutage beim „gemeinen Bürger“ die globale Erwärmung vermarkten und dabei direkt noch die eine oder andere Steuererhöhung rechtfertigen, die dann in in Taschen fließt, dessen Besitzer den Klimaschutz inzwischen wieder einer niedrigeren Priorität zugeordnet hat. Meine ich. Ja.

Wie ich darauf komme? Erst vor kurzem gelesen und für einen Formulierungs-Patzer gehalten, hör‘ ich doch gerade im TV wieder den Spruch:

„Der Klimaschutz wird wohl doch teurer als erwartet.“

Geil!

Irgendwie hört sich das an als würde der eine oder andere wirklich denken, dass wir Menschen uns den Klimaschutz ganz einfach erkaufen könnten. Hat denn irgendwer gedacht, dass das ein realistischer Betrag werden würde?

Hat wirklich irgendwer gedacht, dass einfach eine bestimmte Geldsumme aufs Klimakonto überwiesen wird und dann ist gut?

Mir scheint, als würde allgemein die Vorstellung herrschen, dass wenn wir alle einfach dafür bezahlen, wir dann so weitermachen können wie bisher.

Bleiben die Fragen: Wo kriegen wir Klimaschutz eventuell günstiger? Was wenn wir den Klimaschutz einfach in Raten abzahlen? Können wir eventuell einen Kredit oder eine Fristverlängerung erwirken? Können wir nicht einfach Gott die Natur schmieren?

Meiner Meinung nach wird schon bald am Thema total vorbeigeschossen. Da kommen dann unvermeidliche Einschränkungen auf uns zu und Einsparungen seitens der Verwaltung und Regierung, die dann aber letztlich gar nicht in den Klimaschutz gesteckt werden. Stattdessen wird letzterer als weitere Rechtfertigung benutzt Geld einzusacken.
Denn: Der Bürger weiß doch eh nicht so wirklich Bescheid. Wenn er bezahlt, glaubt er er tut schon alles, was er kann…
Es reicht, einfach alle paar Monate die Prioritäten neu abzustecken und die verfügbaren Gelder entsprechend einzusetzen. Woher diese kommen, wofür sie eigentlich geplant waren…tja…who cares?

Wäre dem Allgemeinbürger klar was Klimaschutz wirklich bedeutet, wo es hinführen könnte und was viel wichtiger ist als Knut den Eisbären im zoo zu besuchen, dann wäre es auch nicht so ohne weiteres möglich das zu tun, was ich befürchte und was sich in der Regel als Standardprozedur zeigt.

Ob Dino-Flatulenzen oder nicht mal so unrealistische Lösungen (angesichts der gigantischen Massentierhaltung der westlichen Zivilisation): Wirklich erklärt wird nämlich gar nix mehr. Ok, von den Nachrichten o.ä. habe ich das auch nicht erwartet.

„Irgendwie sind halt die Kühe schuld. Naja, und Autos, natürlich? Mein Auto hat nen Kat. Ich bin ausm Schneider.“, so die Worte eines Kollegen von mir.
„Die globale Erwärmung ist doch im Grunde nichts anderes als sozialistischer Propaganda-Kram“. Auch ziemlich geil. Totschlagargument? Das ist wie von einem riesigen Dildo totgeschlagen zu werden, irgendwie seltsam.

Wenn sich keine Sau – vor allem in den Medien – mit apokalyptischen Szenarien auseinandersetzt außer Killerspiele-Spieler, Verschwörungstheoretiker und Wissenschaftler der Scientology, dann bleibt doch echt nur noch Pro7’s Galileo mit Dokumentationen wie „Wer war Jack the Ripper“ (hochgradig wichtig), „Erdbeben unter Berlin“ (hilfe) und „Wolfskinder“ (ach gottchen), das uns über die Dinge aufklärt, die uns interessieren:

Nämlich gar nichts!

 

Aber naja. Kennt einer den Film „Idiocrazy“?

 P.S. Hier nochmal ein paar sachlichere Dinge: KLICK


 

Comments (3)

  1. ich stimme dir ja schon zu daß die Medien diesbezüglich so rein gar nix sinvolles verbreiten, aber man kann vom Durchscnittsbürger auch nicht erwarten, daß er sich mit Dingen auseinandersetzt die GLOBAL sind. Das ist Aufgabe der jenigen die die entsprechende Macht besitzen.

    Daß da dann nur über geld geredet wird ist doch klar. Geld regiert die Welt also auch den klimaschutz.

    Allerdings musste ich schon lachen über den galileo-teil. 😀
    Es gibt nämlich echt keine dümmere Sendung im TV zurzeit.

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