Freistellen,

Nun ist es soweit. Ich poste einen Basics-Beitrag. Einfach aus dem Grund, dass ich es mir zukünftig sparen kann diversen Kollegen und Freunden zu erklären wie man (MEINER Meinung nach) sinnvoll Objekte freistellt und stattdessen einfach nur auf meinen Blog verweise… Jeder hat natürlich seine eigene Methode, diese hier ist m.E.n. „grundsätzlichkeit“ und natürlich ausbaubar:

Da gibt es „Extrahieren“, das – so leid es mir tut- einfach Schrott ist, aber schon nahe an der Herangehensweise, die ich für sinnig erachte (näher als man glaubt)…

Dann ist da noch das Polygonlasso. Oh – Mein – Gott! Eine einzige Instantmessage, ein „fast-doppelklick“ oder auch nur ein falscher Tastendruck macht womöglich eine halbe Stunde „einkreisen“ zunichte… „Schritt zurück“ hilft da meist gar nicht.

Oh, und dann gibt es noch die „Wegradierer“, die einfach alles wegradieren und sich für gewöhnlich irgendwann ärgern, weil dann doch ne Ecke weggeratzelt wurde, die hätte bleiben sollen und das Protokoll aufgrund Speichermangels nicht weit genug nach hinten reicht.

Stattdessen sollte man ganz einfach sein Verständnis für Ebenenmasken auffrischen/frischmachen:

1. Man füge einfach der Ebene mit dem Objekt eine Maske hinzu. Entweder über die Ebenenpalette oder bei „Ebene“->“Ebenenmaske hinzufügen“->“Alles einblenden“.

2. Die Ebene(n) darunter sollte möglichst transparent/ausgeblendet sein.

3. Auf dieser Ebenemaske malt man nun ganz simpel mit einem schwarzen, harten Pinsel die Konturen des freizustellenden Objekts entlang und (ganz wichtig) kommt irgendwann wider da an wo man angefangen hat.

3.1 Vermalt man sich, dann kann man ganz easy mit einem weißen Pinsel den Kram „zurückmalen“.

3.2 Per Tastendruck ( ö und #) vergrößert/verkleinert man seinen Pinsel für kleinere Ecken.

Für Haare verwendet man ein schickes Haare freistellen Tutorial oder malt vorsichtig mit ausgefranstem Pinsel die groben Kanten nach, schneidet die Frisur ab und stellt dann die Füllmethode auf aufhellen o.ä. (rumprobieren).
medienvirus hat da direkt mal die eleganteste der einfachen Methoden zum Haare freistellen angesprochen.

4. Ist das Objekt nun vollständig umkreist (d.h. alle Konturen nachgezeichnet, ggf. ins Nirvana der Arbeitsfläche) dann greift man beherzt zum Füllen-Werkzeug und füllt den Bereich außerhalb des Objektes mit schwarz um alles außer das Objekt selbst gnadenlos zu vernichten. Verschwindet das Objekt ebenfalls, dann hat man irgendwo die „lücke“ nicht geschlossen.

4.1 Um hässliche doppellinien zu vernichten füllt man den Bereich einfach noch 2-3 mal auf, insbesondere wenn man fürs Konturen-Nachzeichnen einen weichen Pinsel genommen hat.

5. Nun nimmt man die Maske als Auswahl (STRG + Klick auf Ebenenmaske), aktiviert die Ebene selber (nicht die Maske) und kopiert das Objekt raus (STRG + C). Mit STRG+V fügt man den Kram auf einer eigenen Ebene wieder ein.

6. Masken-Ebene ausblenden und Voila. Da isset.

😉


 

Comments (4)

  1. Für Haare kann man sich gern auch mal geschickt dem kontrastreichsten Farbkanal (zu Beginn der Freistellarbeiten!) widmen, diesen kopieren und dann die Bereiche direkt in der Maske mit der entsprechenden Farbe ausmalen. Bonustipp: Auf den Kanal kann man auch mal mit einer Gradationskurve rangehen um sich eine Menge Arbeit zu sparen und die Farbkontraste ggf. so zu erhöhen… Perfekter kann man Haare nicht freistellen.

    Ansonsten bin ich voll Deiner Meinung! Warum nicht non-destruktiv arbeiten, wenn Photoshop die Möglichkeit doch aber bietet? 😉

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